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Ski, Snowboard und Skibob

Geschichte:
Kurz vor 1900 wurde der alpine Schilauf in der Oberallgäuer Region eröffnet, indem man sich zum Aufstieg Seehundfelle unter die Skier schnallte. Hofrat Dr. Madlener, Dr. Müller und die Gebrüder Fritz und Eugen Heimhuber bezwangen 1897 das Nebelhorn mit Skiern. Bis zum Jahre 1904 fuhr man mit einer sogenannten Alpenstange. Mit dieser konnte man sich während der Talfahrt seitlich abstützen. Da die Bindungen hinten noch nicht arretiert waren, um den Aufstieg zu ermöglichen, fuhr man im Telemarkstil. Im Jahre 1904 brachte ein norwegischer Skilehrer die ersten Bambusstöcke nach Oberstdorf. Diese Erneuerung wurde dankbar angenommen. Mit dieser Zeit änderte sich auch der Stil. Man bastelte Bindungen, in denen der ganze Schuh fixiert war, und fuhr nicht mehr in der bisher knienden Haltung. Die Bergschuhe wurden schließlich durch spezielle Lederskischuhe ersetzt. Den Frauen war es lange nicht erlaubt in Hosen Ski zu fahren. Erst um 1910 gingen die ersten mutigen Frauen dem Wintersort nach.

Im Jahre 1906 wurde der SC Oberstdorf gegründet. Der "Weiße Sport" verbreitete sich rasch. Der Verein erhielt regen Zulauf und schon 1909 wurden im Schrattenwanggebiet beim Haus Schönblick die ersten Skiwettkämpfe (Schneelauf ohne Stock und Fell, Führerlauf, Knaben- und Damenlauf) durchgeführt. 1920 begann Lehrer Anton Henkel mit dem Skiunterricht in der Schule. Damit war er ein Pionier auf diesem Gebiet. Zu diesem Zeitpunkt war die Trennung zwischen alpinem und nordischen Skilauf schon vollzogen. Ein eigentliches alpines Skigelände gab es noch nicht. Veranstaltungen und Rennen wurden u.a. am Wildenfeld, am Fellhorn und am Söllereck abgehalten. Das änderte sich schlagartig, als 1930 die Nebelhornbahn seinen Betrieb aufnahm. Schon 1932 fand das erste Rennen vom Gipfel bis zur Seealpe statt. Der Sieger benötigte 9 Min. 29 Sek.

Nach dem Krieg nahmen die "Aufstiegshilfen" deutlich zu. U.a. wurden Söllereckbahn, Karatsbichel-Lift, Höllwieslift und Fellhornbahn erbaut. Außerdem wurden die 3 großen Bahnen duch diverse Schlepp-und Sessellifte erweitert. Daneben erhielten auch die Ortsteile Tiefenbach und Schöllang eigene Lifte.
Heute besitzt Oberstdorf die drei großen Skigebiete Fellhorn, Nebelhorn und Söllereck mit ihren Bergbahnen, über 20 Skiliften und 44 Kilometer gepflegten Abfahrten. Fast alle dieser Pisten sind schneesicher, da sie entweder im hochalpinen Bereich liegen oder beschneit werden.
Da ist für jeden etwas dabei, egal ob er Anfänger oder Könner ist. Bei 8 Ski- und Snowboradschulen mit über 200 Lehrern können Sie diese Sportarten erlernen oder Ihre Technik weiter verbessern. In den letzten Jahren wurde auch vermehrt etwas für die jüngeren Sportler getan: Auf dem Nebelhorn finden Könner einen Boardercross und auf dem Fellhorn und am Söllereck einen sogennnaten Fun-Park vor.
Skibob:
Eine interessante Alternative zum Ski und Snowboard bietet der Skibob. Besonders am Söllereck werden Sie auf viele Fans dieser Sportart treffen. Dort können Sie auch kostenlos bei der "Ersten Deutschen Skibobschule" (Tel. 08322/2669) eine Schnupperstunde beim Weltmeister im "Snowbiken" nehmen.
Links:
Zur Geschichte des Skifahrens und dessen Beginn in Oberstdorf finden Sie einen eigenen Artikel:
> Wie kam das Skifahren nach Oberstdorf?
> Skigebiete Fellhorn
> Skigebiete Nebelhorn
> Skigebiete Söllereck
Links (extern):
> Alptraum Snowboardschule
> Erste Skischule
> Neue Skischule
> Skiclub Oberstdorf
> Snowboardclub Direttissima  
> Erste Deutschen Skibobschule
Stand: 15.06.2011
 
Alpenhotel Schönblick vor 1920
Das Alpenhotel Schönblick vor 1920 im Skigebiet Schrattenwang
Nebelhornbahn mit der Satione Seealpe, 1956
Nebelhornbahn mit der Station Seealpe, 1956
Die Söllereckbahn ca 1960
Die Söllereckbahn ca 1960
Snowboarder
 
Verbesserungsvorschläge und weitere Artikel für diesen Online-Führer werden gerne entgegengenommen! Alle Angaben auf diesen Seiten "ohne Gewähr"!   Alex Rößle