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Das Alpen-Edelweiß

Wissenschaftlicher Name: Leontopodium nivale subsp. alpinum
Familie: Korbblütler
Dialektname: Hahnedobbe
Kurzbeschreibung*:
5 bis über 20 Zentimeter, wollig-weißfilzig
Laubblätter: schmal lanzettliche, etwa fünf Zentimeter lang, Unterseite stark behaart, grundständige Blätter bilden eine Rosette
Hochblätter: 5 bis 15, weiß glänzende Hochblätter formen einen mehrzackigen Stern, der den eigentlichen Blütenstand umgibt .
Blütenstände: 2 bis 12 gleichartige körbchenförmige Teilblütenstände enthalten jeweils 60 bis 80 weißgelbe Röhrenblüten.
Blüten: schmalen Röhrenblüten, am Rand weiblich, innen größere männliche Röhrenblüten.
Blütezeit: zwischen Juli und September
Früchte: Schirmchenflieger
Vorkommen: bevorzugt felsige Kalksteinumgebung auf Höhenlagen zwischen 1.800 und 3.000 Metern (z.B. Linkerskopf, Hochrappenköpfle, Fürschießer, Himmeleck, Höfats)
Heimatkundliche Anmerkungen:
Das Edelweiß ist wohl die bekannteste aller Alpenblumen und unzählige Geschichten ranken sich bei uns um sie und um den wohl bekanntesten Edelweißberg die "Höfats". Noch Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Wiesen rund um die "felsbesetzten Grashalden" des Allgäuer Hauptkammes weiß vom Blütenmeer der Edelweiße.
Doch zu Ende des 19. Jahrhundert bot die Blume anscheinend ein gutes Zubrot für unsere Bergbewohner, denn rucksackweise wurden sie in den näheren Städten verkauft. Förderreuther klagte 1907, dass die "Edelweißbrocker", deren Einkünfte bis zu 300 Gulden im Sommer betrugen, "tagelang ganze Hänge plünderten". Das führte dazu, dass die Blume zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur noch an schwer zugänglichen Stellen anzufinden war.
Erst 1911 wurde vom 1. Vorsitzenden der Alpenvereinssektion Allgäu-Kempten Karl Denk der Antrag an das Bezirksamt Sonthofen gestellt, den Verkauf von Alpenpflanzen auf Bahnhöfen und in Gaststätten zu verbieten. Dieser Antrag führte schließlich zur Einrichtung von Pflanzenschutzschongebieten. Neben der Rettung verunglückter Bergsteiger wurde ab 1920 auch die Bewachung des Edelweißes zu einer der vornehmsten Aufgaben der Bergwacht. An der Höfats wurde sogar extra eine kleine Hütte gebaut und 1935 eine permanente Edelweißwache organisiert.
Literatur:
* Wikipedia: Edelweiß
Allg. Alpen, Förderreuther; S. 156f.
Blumenpflücken verboten, Kornacher Hermann, in "das schöne Allgäu", 1984
Links:
> Berge: Höfats
> Wikipedia: Edelweiß
Bildrechte:
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Stand: 03.04.2011

Edelweiß

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