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Die Alpenrosen

Die rostrote oder rostblättrige Alpenrose
Wissenschaftlicher Name: Rhododendron ferrugineum
Gattung: Rhododendren
Familie: Heidekrautgewächse
Kurzbeschreibung*:
Strauch: immergrüne, stark buschiger Wuchs, von 30 bis 130 cm
Äste und Zweige: reich verzweigt, grau berindet, junge Triebe rotbraun beschuppt.
Blätter: wechselständig angeordnet, an den Zweigenden gehäuft, zwischen einem und zwei Zentimeter lang, bis einen Zentimeter breit, lanzettlich bis schmal-elliptische Form, vorn zugespitzt bis stachelspitzig, ledrigen und festen, fein gezähnter, umgerollter Blattrand, oberseits glänzend dunkelgrün und kahl, unterseits durch Schuppenhaare rostbraun
Blüten: zwittrig, etwa fünf bis acht Millimeter lang gestielt, zu mehreren in einer gedrängten, endständigen Traube
Krone: innen behaart, breit-trichterförmig und tiefrosa bis kräftig rot, bis 2 Zentimeter lang und ebenso breit
Staubblätter: zehn, am Grund behaart.
Blütezeit: von Mai bis Juli.
Kapselfrüchte: ab August reifend, bräunlich, holzig mit extrem leichtem Samen, die vom Wind verbreitet werden (siehe Bild 2)
Vorkommen: zwischen 500 und 2.800 m, kalkarme Böden, besonders an Flyschbergen (Fellhorn, Söllereck)
Heimatkundliche Anmerkungen:
Die bekannte Alpenpflanze wird auch als Rostroter Almrausch bezeichnet. Bei der Alpenrosenblüte leuchten ab der zweiten Junihälfte "ganze Berghalden in rotem Anhauch auf". Das Naturschauspiel wird heute deshalb auch als Werbemittel der Fellhornbahn verwendet. Wie viele andere Rhododendron-Arten ist sie durch Andromedotoxin (Acetylandromedol) stark giftig und gefährdet deshalb besonders das Vieh, das zur Sommerfrische auf unseren Alpen weidet. Da die Pflanze auch noch ein sogenannter Rohbodenpionier ist, ist sie bei der Alpwirtschaft nicht besonders gerne gesehen. Früher wurde sie deshalb gerne als Unkraut geschwendet. Im Heimatmuseum Oberstdorf finden sich im Alpwirtschaftsraum einige dieser Geräte.
Weitere Alpenrosenarten:
Bewimperte oder rauhblättrige Alpenrose
(Rhododendron hirsutum, Bild 3)
auch Steinrose genannt
Vorkommen: Wächst im Gegensatz zur rostroten Alpenrose nur auf kalkhaltigen Böden, u.a. am Koblat zwischen Nebelhorn und Daumen.
Weißblühende Alpenrose (Bild 4)
Abart der bewimperten Alpenrose
Vorkommen: u.a. Schlappold
Anmerkung: Soll der Sage nach auf Schätze und Goldadern hindeuten.
Literatur:
* Wikipedia: rostrote Alpenrose,
Allg. Alpen, Förderreuther; S. 155f.
Links:
> Wikipedia: rostrote Alpenrose, bewimperte Alpenrose
Bildrechte:
Die Bilder dieser Seite sind von Herrn Siegfried Kondziela ausschließlich für die Nutzung in diesem Führer zur Verfügung gestellt worden. Eine weiter Nutzung ist nicht zulässig!

rostrote Alpenrose

Frucht der rostroten Alenrose

bewimperte Alpenrose

weiße Alpenrose

 
Verbesserungsvorschläge und weitere Artikel für diesen Online-Führer werden gerne entgegengenommen! Alle Angaben auf diesen Seiten "ohne Gewähr"!   Alex Rößle