Prinz
Luitpold war der dritte Sohn des Königs Ludwig
I und wurde am 12.3.1821 geboren. Er übernimmt
am 10. Juni 1886 die Regentschaft für seinen
Neffen König Ludwig II, dem entmündigten
Märchenkönig. Nach dem dieser nur drei
Tage später im Starnberger See ertrank, übernahm
Luitpold auch für den eigentlichen Nachfolger,
König Otto I, die Regentschaft, weil auch dieser
geisteskrank war. Luitpolds Regierungszeit endete
mit seinem Tode am 12.12.1912.
Luitpold malte und zeichnete
gerne. Er ging bei dem Maler und Radierer Domenico
Ruaglio zur Schule. Außerdem liebte er schon
als Junge die Natur und die Berge. Früh begann
er mit seinem leidenschaftlichen Hobby, der Jagd.
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Das Königliche Jagdhaus in der Ludwigstraße |
Prinzregenten
Denkmal "1912 nach einem Gemälde
von Franz Defregger von Bildhauer Xaver Abt
geschaffen. Prinzregent Lutitpold (1821 - 1912)
war insbesondere 1865 nach dem großen
Brand Helfer und Förderer unseres Ortes." |
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| Genauere Informationen: |
| Luitpold Karl Joseph Wilhelm, Prinzregent
von Bayern 1886-1912 |
* 12-Mar-1821, Würzburg
+ 12-Dez-1912, München, Grabstätte: Theatinerkirche
in München |
Vater: Ludwig
I., König v.Bayern (1786-1868)
Mutter: Theresie, Prinzessin
v.Sachsen-Hildburghausen (1792-1854) |
Ehe:
oo 1844: Augusta Ferdinande, Erzherzogin v.Österreich,
Prinzessin v.Toskana (1825-1864) |
Kinder: Ludwig
III., König v.Bayern (1845-1921)
oo 1868: Marie Therese, Erzherzogin v.Österreich-Este,
Prinzessin v.Modena (1849-1919) Leopold,
Prinz v.Bayern (1846-1930)
oo 1873: Gisela, Erzherzogin v.Österreich (1856-1932)
Therese, Prinzessin v.Bayern,
Schriftstellerin (12.11.1850-19.9.1925) Arnulf,
Prinz v.Bayern (1852-1907)
oo 1882: Therese, Prinzessin v.Lichtenstein (1850-1938) |
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Bild im königlichen Jagdhaus
(Kopie des Bildes von Defregger) |
Diese Leidenschaft
brachte ihn auch nach Oberstdorf, wo er 1851 die
Gemeindejagd pachtete, die er zu seiner offiziellen
Hofjagd machte. Im Laufe der folgenden Jahre baute
er seinen Besitz in Oberstdorf durch Ankauf einer
ganze Reihe von Alpen systematisch aus. Wenn er
im Ort weilte, wohnte er im "Königlichen
Jagdhaus" in der Ludwigstraße (erbaut
1856, heute ein Gastwirtschaft). Als "erster
Zweitwohnungsbesitzer" förderte er Kunst
und Kultur in Oberstdorf.
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| Aber
auch sozial engagierte er sich.
Als in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai 1865 halb
Oberstdorf dem Brand zum Opfer fiel, befand sich
der Prinzregent gerade im Warmatsgundtal zur Hahnenbalz.
Spontan stellte er sein Jagdhaus Obdachlosen zur
Verfügung und spendete 1300 Gulden aus seiner
Privatschatulle.
Außerdem stiftete er jährlich 10 Kindern
aus bedürftigen Familien ein Sparbuch mit je
50 Mark Einlage. Begabten Jugendlichen gewährte
er Beihilfen, damit sie studieren konnten.
Für die Kinder im Ort war sein Geburtstag am
12. März immer ein ganz besonderes Fest, denn
er spendierte nicht nur einen schulfreien Tag, sondern
auch jedem Kind eine Semmel und eine Wurst und -
man höre - jedem Kind ab der 3. Klasse einen
Schoppen Bier!
Da war es klar, dass die Oberstdorfer ihm zu Ehren
am 12. Dezember 1912 ein Standbild gleich neben
dem Jagdhaus (Ecke Ludwigstraße - Prinzentstraße)
aufstellten. Die kupfergetriebene Plastik von Franz-Xaver
Abt nach einer Vorlage des Münchner Malers
Defregger zeigt den Landesherrn in Jagdkleidung.
Die Inschrift auf der beigefügten Steintafel
lautet: "Die dankbare Gemeinde Oberstdorf".
Jetzt findet sich dort zusätzlich eine Gedenkafel
mit nebenstehendem Text: |
| Literatur: |
Internetrecherche, von Alex Rößle
(allgemeine Lebensdaten, Familienstammbaum)
Prinzregent Luitpold von Bayern, Weißensteiner
I. u.a. in "Unsere Oberstdorf", Heft 2,
S. 89ff |
| Zusammengestellt
von Alex Rößle |
| Stand:
03.02.2007
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