„Wo dem Himmelhorn gegenüber der „Rauhe Hals" als steile Schlucht mit den kühnen Höfatsgipfeln in das Oytal herab sich zieht, befand sich der bayerische Prinz Luitpold im Jahre 1868 auf der Gemsjagd, wozu auch der Förster Schwarzkopf von Oberstdorf und eine Menge Jäger und Treiber ebenfalls dort anwesend waren. Ob die vorherige Witterung oder der Fußtritt der Gemsen zur plötzlichen Überraschung die Loslösung von Felsmassen veranlaßten, konnte nicht näher ermittelt werden. Als nun eine Menge Felstrümmer und Steine talwärts rollten, war der Standpunkt des kgl. Prinzen Luitpold in so bedenklicher Gefährdung, daß der Förster sich veranlaßt sah, den Prinzen in besonderen Schutz zu nehmen, indessen zum Glück wurde niemand von den Steinen getroffen, mit Ausnahme eines Treibers, welcher verwundet wurde, aber bald wieder hergestellt werden konnte.
Die erschrockene Jagdgesellschaft entrann knapp dem Verderben, welches die furchtbaren Geschoße der Steine zu bringen drohten. Durch die gütliche Unglücksabwendung wollte aber der Prinz zu dauerndem Andenken sich dankbar zeigen durch Errichtung eines Kreuzes auf der Gutenalp, welches im Jahre 1875 den 3. Oktober auf einem abgestürzten Felsblock von 1868 gesetzt wurde mit folgender Inschrift:
,Zur Erinnerung an die glückliche Errettung Des Prinzen Luitpold und seiner Jagdgäste vor vor einem Bergsturz im Jahre 1868'
Seitdem wird dieses Kreuz, welches von Pfarrer Küberle 1875 benediziert wurde, das Prinzen-Kreuz genannt und erhielt dadurch besondere Bedeutung, indem dieser Kgl. Prinz berufen wurde, als prinzregentlicher Landesvater vom J. 1886 - 1912 die Regierung der 7 Bayernländer zu fuhren."
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