| An der Ostseite des
Marktplatzes stehen nebeneinander das alte und das
neue Rathaus.
1. Das alte Rathaus
Schon seit vielen hundert Jahren ist
der Platz für das Rathaus bei der Kirche. Früher nannte
man es "Gmuindhüs". Hier kam der "Dorfammann"
mit den "Viertelsmeistern" zusammen. Sie
achteten auf die Einhaltung der "Dorfordnung".
In der "Gmuindstrucke" lagen die Steuergelder
und Urkunden. In das "Blockhiesle" (Narrenhäusle)
im Keller sperrte man Missetäter, bis sie vor Gericht
kamen. Mit der großen "Waage" wurden Waren
aller Art gewogen.
An der Ostseite sieht man oben das Oberstdorfer Wappen,
einem Schimmel auf rotem Feld. Darunter zeigt eine
Wandmalerei des Oberstdorfer Künstlers Walter Kallot
die Marktrechtsverleihung 1495 und die erste Eisenbahn
mit Kurgästen 1888. |