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Die Mädelegabel (2645 m)

Beschreibung und Lage:

Dieser Grenzberg ist der mittlere der drei Gipfel des Allgäuer Hauptkammes und eine der bekanntesten Aussichtswarten in unserem Gebiet. Besonders beeindruckend ist der Blick von Einödsbach. Auf der Südostseite befand sich bis vor wenigen Jahren die "Schwarze-Milz", ein kleiner Gletscher. Es war der einzige in den Allgäuer Alpen.
Der Name muss ursprünglich in Verbindung mit den anderen Gipfeln gesehen werden, denn wie Gabeln ragen diese 3 Spitzen über der Mädele-Alpe empor.

Erschließung:
Die Mädelegabel wird meist in Verbindung mit dem Heilbronner Weg bestiegen, der die Rappenseehütte mit der Kemptener Hütte verbindet. Auch vom Waltenberger Haus führt ein Weg durch die Bockkarscharte herauf. Beim höchten Punkt des Schwarz-Milz-Ferners beginnt der leichte Normalaufstieg, der nur am Gipfel etwas Kletterei verlangt.
In der Karte, die dem Enzensberger beiliegt, ist auch eine Aufstiegsspur durch die Trettachrinne eingezeichnet, die ziemlich weit oben die wilden Gräben quert und am Kratzerjoch und an der Schwarzen Milz auf den Normalweg stößt.
Die Trettach und die Mädelegabel vom Nebelhorn
Literatur:

Flurnamen, Steiner, S. 227
Alpenvereinskarte von 1906
Alpenvereinsführer, Groth, S. 105 ff
Stützle, S. 28
Die Allgäuer Alpen bei Oberstdorf und Sonthofen, Gedruckt bei Georg Franz, München 1856, S. 118 ff
Die Gruppe der Mädelegabel, Enzensberger Ernst, München 1909, S. 35 ff
Bergnamen, Steiner S. 141f

Stand: 08.03.2009
Hauptkamm
Trettach, Mädelegabel und Hochfrottspitze von Westen
Mädelegabel und Trettach von Osten gesehen
Besteigungsgeschichte:

Stützle beschreibt eine Bergfahrt im Jahre 1811 durch den Immenstädter Landgerichtsphysikus Dr. Bernhard Zör. Dabei scheint es sich jedoch eher um einen Besuch des "Scharzen-Milz-Ferners" zu handeln. Eine Besteigung der Mädelegabel ist laut Enzensberger davon nicht unbedingt ableitbar. Er nimmt dagegen an, dass die Mädelegabel erstmals bei Vermessungsarbeiten in den Jahren 1818/1819 und bei Arbeiten der Grenzkommission im Jahre 1835 bestiegen wurde. Auf jeden Fall bestieg Baptist Schraudolph nach seinen Angaben die Mädelegabel im Jahre 1836, weil ihn eine Stange auf dem Gipfel neugierig machte. Der erste Tourist auf dem Gipfel war Professor Sendtner im Jahre 1852. Sein damaliger Führer war eventuell Vinzenz Schraudolph von Einödsbach. Interessant ist die Aufstiegsroute, die von der Oberen Mädelealpe nördlich des Kratzers zum Kratzerjoch führte. Doch schon 1854 wählte Gross die bequemere Route südlich des Kratzers.

Weitere Links:
Täler und Flüsse: Leitseite "Täler und Flüsse in Oberstdorf", Stillachtal, Trettachtal
Ortschaften: Einödsbach
Berghütten: Waltenberger Haus, Kempter Hütte, Rappensee Hütte
Alpen und Alphütten: Obere Mädele-Alpe
Berge: Trettachspitze, Hochfrottspitze
 
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