| Beschreibung und Lage: |
Der höchste Berg der Allgäuer
Alpen ist der Große Krottenkopf, der jedoch
schon in Österreich liegt, aber von Oberstdorf
aus seinen Namen bekommen hat. Sein ursprünglicher
Name ist unbekannt. Unter anderen erschienen
früher
in der Literatur folgende Schreibvarianten: Hermannskar
Spitze, Petersspitze und Marchspitze
Die Oberstdorfer benannten früher das ganze Gebiet von den heutigen Krottenspitzen
bis zur Marchspitze mit den "Krottenpitzen". Als Hermann von Barth
hörte, dass einer von ihnen Großer Krottenkopf hieß, ohne
jedoch zu wissen, welcher das war, bestieg er 1869 kurzerhand den höchsten
und bezog den Namen auf ihn. Waltenberger schloss sich ihm an und so setzte
sich
der Name durch. |
Der Namen stammt entweder von Tiernamen "Kröte" (eher unwahscheinlich) oder
vom romanischen Wort "crypta" ab.
Berge mit Tiernamen trifft man bei uns häufig an und sie sind schon lange
nachweisbar. In einer Sage wird der Name, nachdem man seinen Sinn nicht mehr verstand, auch diesbezüglich
erklärt. Die bösen Geister der Umgebung sollen als Kröten hierher
verbannt worden sein.
Der Name "crypta" jedoch hat laut Steiner u.a. die Bedeutung von "Felsen,
Felsblock neben
einer Höhle" vor. Dies könnte sich auf das Aussehen dieser Berge
mit ihrer wilden, zerrissenen Felsbeschaffenheit beziehen, in der es viele Zacken,
Türme, Überhänge und kleine Höhlen gibt. |
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| Literatur: |
Flurnamen, Steiner,
S. 199
Alpenvereinskarte von 1906
Alpenvereinsführer, Groth, S. 174
Gesammelte Schriften des Freihernn Hermann
von Barth, München 1926, S. 543 ff
Reiser S. 351
Bergnamen, Steiner, S. 126 |
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| Erschließung: |
Von der Kempter Hütte
aus nimmt man den Weg in Richtung Hermann von Barth
Hütte bis zur Krottenkopfscharte (2350 m). Von hier
kann man leicht über bezeichneten Weg zum Gipfel
hinaufsteigen.
Eine schöne Kletterei (III) führt über den Nordgrat,
den man über das Öffnerkar und die Hermannskarscharte
erreicht, nach oben. |
| Besteigungsgeschichte: |
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Als erster beschreibt
Dr. Gümbel die Besteigung des
Berges Im Jahre 1854 (?), der wahrscheinlich schon
vorher von Einheimischen bezwungen worden
ist. 1893 stiegen J. Enzensberger u.a. über den
Nordgrat ab. |
| Weitere Links: |
Alpen: Obere
Mädelealpe
Berge: Krottenspitzen
Berghütten: Kempter
Hütte |

Der Krottenspitzengrat mit der Krottenspitze und links daneben der Große Krottenkopf |
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Stand:
08.03.2009
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