Freibergsee
Nebelhornbahn
Skiflugschanze
Abendrot
Trettach - Mädelegabel
oberstdorf online führer
Oberstdorfs Online-Führer für Einheimische und interessierte Kurgäste mit dem Schwerpunkt auf geschichtliche Hintergundinformationen
  
  Unsere Berge / Oberstdorfer Alpen  
Homepage
Unser Ort
Ortschaften
Täler&Flüsse
Straßennamen
Gebäude
Anfahrt
Nahverkehr
Soziales
Veranstaltungen
Unsere Berge
Berg-ABC
Alpen (Almen)
Bergütten
Bergbahnen
Berggasthöfe
Allgäuer Alpen
Natur
Naturschönheiten
Tiere
Pflanzen
Kultur
Brauchtum
Unsere Sagen
Kultur-Links
Literatur
Unser Oberstdorf
Geschichte
Überblick
Zeitleiste
Personen
Sport
Sportvereine
   
Urlaub in Oberstdorf
Übernachtungen
Anfragen
Marktplatz
 

Heimatmuseum Oberstdorf

Oberstdorf online GbR

Hotel Filser

Warmatsgund-Alpe

Alpe/Alphütte Höhe Weideflächen Anmerkung
Vordere Warmatsgundalpe   
1290 - 1800 m
  
Vorderes Höfle 1290 m aufgelassen
Möser-Alpe 1520 m aufgelassen
Kühgund-Alpe 1745 m aufgelassen (eigene Seite)
Hintere Warmatsgundalpe       
Höfle-Alpe 1330 m aufgelassen; Gebäude versetzt
Alpe-Wank 1379 m aufgelassen
Roßgund-Alpe 1740 m aufgelassen (eigene Seite)
Birkatsgündle 1709 m aufgelassen (eigene Seite)
Beschreibung und Geschichte:

Die Warmatsgund-Alpe liegt etwa drei bis vier Stunden südwestlich vom Markt in einem westlichen Seitental des Birgsauertales. Der Name Warmatsgund stammt wahrscheinlich von einem Personennamen wie Warmunt ab, der im Allgäu früher öfter vorkam. Im Jahre 1455 wurde die Alp erstmals urkundlich erwähnt. Der gesamte Besitz gehörte seit 1896 dem Prinzregenten Luitpold, der die Alpen verpachtete. 1936 wollte die Gemeinde das Alpgebiet kaufen, musste sie dann aber der NS-Ordensburg in Sonthofen überlassen. Deren Besitz ging 1948 an den Freistaat Bayern (bay. Staatsforstverwaltung) über. So ist zu erklären, dass eine Oberstdorfer Alpe, das Höfle, das bis zum Jahre 2001 bestand, abgebaut, nach Diepolz bei Immenstadt transferiert und dort im Zuge des Bergbauern- und Sennereimuseums wieder aufgestellt wurde.

Die Alpe war im 19. Jahrhundert in die Vordere und Hintere Warmatsgundalpe aufgeteilt.
Zur Vorderen Warmatsgundalp gehörten:
1. Das (vorderes) Höfle, das etwas nördlich des Marktobels (Scheidtobel) und des Höfles der Hinteren Warmatsgundalpe lag.
2. Die Möserhütte, die abgerissen wurde und nahe des Kanzenwandhauses stand. Sie hieß früher auch Möser-Stieralpe und wurde später als Melke genutzt.
3. Die Hütte im Kühgund (eigene Seite)
Zu der Hinteren Alp gehörten:
1. Das Höfle, das um die Jahrtausendwende nach Diepolds verlegt wurde. Die im Bestand vorhandene Käserei beweist, dass sie auch als Sennalpe genutzt wurde. In dieser Hütte bestand auch ein offizieller Schlafraum für den Jäger des Prinzregenten.*
2. Die Wankhütte, wo früher eine Galthütte, die später in eine Sennalpe umgewandelt wurde, stand. Sie wurde von einer Lawine weggerissen. Der Name Wank bedeutet wahrscheinlich "von Natur aus grasiges Land".
3. Die Roßgundalpe (eigene Seite)

Auf- und Abstieg:
Das Alpgebiet wird durch eine Straße erschlossen, die von der Skiflugschanze über Schwand und Leiter zum Schlappoldhöfle führt. Dort verzweigt sie sich in drei Straßen.
Die linke führt ins Warmatsgundtal bis hinter an den Wank. Hier beginnt der Aufstieg über den Kühgund zur Fiderpaßhütte.
Die mittlere Straße geht nach oben zum Kanzelwandhaus (Möser Hütte).
Die rechte Straße zieht hinauf zur Alpe Schlappold.
Anmerkung:
In der Nacht vom 5. auf den 6. Mai 1865, als halb Oberstdorf dem Brand zum Opfer fiel, befand sich der Prinzregent gerade im Warmatsgundtal zur Hahnenbalz. Vielleicht übernachtete er in der oben erwähnten Kammer.
Weitere Links:
Alpen und Alphütten: Roßgundalpe, Kühgundalpe
Täler und Flüsse:Stillachtal
Literatur:
Siehe Leitseite "Alpen"
Bauen am Berg, Stankowski, S. 251
Flurnamen, Steiner, S. 370f,
Oberstdorfer Geschichte IV, S. 254 ff
Prinzregent Luitpold von Bayern, Weißensteiner I. u.a. in "Unsere Oberstdorf", Heft 2, S. 91
Alternative Schreibweisen
Warmatsgund Alpe, Warmatsgundalpe, Möser Hütte, Wank Hütte,
Stand: 26.02.2010
Vordere Warmatsgundalpe - Möserhütte beim Kanzelwandhaus
Vordere Warmatsgundalpe - Möserhütte beim Kanzelwandhaus

Warmatsgundalpe - Höfle-Hütte
Höfle-Hütte (neu aufgebaut in Diepolds)

Warmatsgundalpe Höflehütte 1910
Hintere Warmatsgundalpe Höflehütte 1910

Warmatsgundalpe - Wankhütte ca 1910
Hintere Warmatsgundalpe - Wankhütte ca 1910

Wankalpe nach Lawinenabgang
Zerstörte Hintere Warmatsgundalpe nach Lawinenabgang
Ausschnitt aus der Schrattkarte (Süden oben!)
Schratt-Karte Stillachtal Süd
 
Verbesserungsvorschläge und weitere Artikel für diesen Online-Führer werden gerne entgegengenommen! Alle Angaben auf diesen Seiten "ohne Gewähr"!   Alex Rößle