| Beschreibung und Geschichte: |
| 1361 wurde der Weiler Rohrmoos (1.070
m) erstmals urkundlich erwähnt. Im 14. und 15.
Jahrhundert bestand er aus drei ganzjährig genutzten
Bauernhöfen, die sich in Privatbesitz befanden.
Zwischen 1497 und 1513 kaufte Graf Hans von Sonnenberg die gesamten Güter und Alpen im Rohrmoos in der Größe von 6500 Tagwerken auf. Durch Heirat (Apollonia) ging der Besitz an die fürstliche Familie Wadlburg-Wolfegg und Waldsee über. Die Kapelle
St. Anna wurde 1568 durch Truchsess Jakob und seine Gemahlin Johanna erbaut. 1907 kam das fürstl.
Jagdhaus und später ein neues Forsthaus dazu.
Der Weiler Rohrmoos umfasste 1995 einen Sommerstall
mit Stadel, einen Winterstall, eine Sennküche
und einen Schweinestall, daneben eine Gastwirtschaft
mit Eiskeller, eine alte Säge und die alten Forsthäuser.
Die Alpfläche umfasst einschließlich der
Streuwiesen 94 ha. Bis in die 1950er Jahre war es
eine bedeutende Sennalpe mit ca. 80 Kühen und
20 Schweinen, die u.a. pro Jahr 6.300 kg Bergkäse
erzeugte. Später wurde die Milch mit dem Lkw
abgholt. Heute ist es eine große Jungviehalpe,
die von der Alpgenossenschaft Rohrmoos zusammen mit
der Alpe Schattwald betrieben wird. 220 Stück
Jungvieh werden jetzt gesömmert. Die Talalpe
ist gut erschlossen und elektrifiziert, Güllegruben
sind vorhanden. Der Weiler Rohrmoos hat heute eine
eigene biologische Kläranlage. Die Alpe gehört
zu den Rohrmooser Alpen der fürstl. Oberförsterei
Waldburg-Wolfegg. |
| Weitere Links: |
Alpen und Alphütten: Alpe
Schattwald
Gebäude: Kappele in Rohrmoos
Ortschaften: Rohrmoos
Täler und Flüsse: Starzlachtal |
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| Auf- und Abstieg: |
| Die Alpe Rohrmoos ist durch eine
Fahrstraße (Mautgebühr) von Tiefenbach
aus erschlossen. |
| Alternative Schreibweisen |
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| Rohrmoos Alpe |
| Literatur: |
Ortsnamenbuch, Dertsch S. 75
Bauen am Berg, Stankowski, S. 228
90 Jahre Viehzuchtgenossenschaft Tiefenbach, S. 80
Geschichte Oberstdorfs, Teil 3, S. 70
Zusammenstellung von Revierförster Bartel Kolb vom 3.1.04 |
Stand:
07.03.2009
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