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Linkers-Alpe (Enzianhütte)

Alpe/Alphütte Höhe Weideflächen Anmerkung
Linkers-Alpe
1779 m
1450- 2050 m
aufgelassen, Schafe
Beschreibung und Geschichte:
Die im Jahre 1450 erstmals schriftlich genannte Linkersalpe ist heute beschränkt auf die hochgelegenen Weideböden über der Ost-Flanke des Rappenalper Tales, am Nordwest-Fuß des Linkerskopfes. Aufgrund der urkundlichen Belege kann kein Zweifel bestehen, dass einstmals auch die Alpe Buchrainen dazugehörte. Ebenso wird im 18. Jahrhunderte die Breitengehren-Alpe zeitweise zur Linkersalpe gezählt. Möglicherweise gilt das auch für das Petersälpele, da es erst im 19. Jh. als eigene Alpe bezeugt ist. Von der ersten Nennung an war die Linkersalpe stets im Besitze Weniger. Da sie als Ganzes verkauft und schließlich aufgeteilt wurde, zeigt deutlich, dass sie nie eine Genossenschaftsalpe war, wie die (anderen) großen Galtalpen des Oberstdorfer Gebietes.
Daher scheint es gut begründet, wenn der Name vom Personennamen Lingg abgeleitet wird.
1882 erwarb Prinzregent Luitpold die Alpe und gliederte sie in sein Jagdgebiet, den sogenannten "Prinzenbogen" ein. 1937 konnte der Obermaiselsteiner Land-und Gastwirt Max Schwegerl die Alpe von seiner "Königlichen Hoheit, Frau Herzogin Wiltrud von Urach, Gräfin von Württemberg, geborene Prinzessin von Bayern" abkaufen. Max Schwegerl baute die Linkersalpe nicht nur neu auf, sondern legte auch gleich 80 Schlafplätze an. Außerdem benannte er sie in Enzianhütte um, um deutlich zu machen, dass seine Alpe jetzt eher touristisch genutzt werden würde. Heute befindet sich die Alpe in der 3. Generation in der Hand der Familie Schwegler. Das ehemalige Matratzenlager wich in der Zwischenzeit komfortablen Betten.
Ein bisschen Alpe ist die Linkersalpe aber doch noch geblieben, auch wenn sich an dem Berggras an den Flanken des Linkerskopfes jetzt statt der Kühe meistens Schafe sattfressen.
Auf- und Abstieg:
Die Hütte bietet eine willkommen Brotzeitstation auf dem Weg, der von Einödsbach zur Rappenseehütte führt.
Weitere Links:
Alpen und Alphütten: Breitengehren-Alpe, Buchrainer-Alpe, Peters-Älpele
Täler und Flüsse:Rappenalptal
Literatur:
Siehe Leitseite "Alpen"
Flurnamen, Steiner, S. 218f
Oberstdorfer Geschichte IV, S. 254 ff
Bauen am Berg, Stankowski, S. 257
Allg. Hüttebuch, Schlösser, S. 53 ff.
Stand: 07.03.2009


Die Linkers-Alpe vom Flugzeug aus


Das Alpgebiet rund um die Alpe

Ausschnitt aus der Schrattkarte (Süden oben!)
Schratt Karte Rappenalptal
 
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